Marder und Waschbären in der Stadt

 

In den letzten Jahren haben Wildtiere wie der Marder und besonders der Waschbär immer mehr Einzug in die Ballungsgebiete der Städte gehalten. Diese possierlich aussehenden Tiere bringen durch die Ansiedlung in die Nähe des Menschen aber Probleme mit sich.

Angelockt durch Komposthaufen und Mülltonnen, sowie durch unüberlegtes Füttern durch Menschen verlieren sie ihre Scheu und siedeln sich dann gerne als Untermieter in Dachstühlen von Wohnhäusern an.

Da die Tiere nachtaktiv sind, kommt es zu entsprechenden Lärmbelästigungen auf und in Gebäuden, beim Durchwühlen der Mülltonnen durch Waschbären oder zu Kabel- und Kühlschlauchverbissen an Autos durch den Marder.

Auch die Isolierung im Dachbereich kann durch die Tiere schwer beschädigt werden.

 

 Waschbär im Dachstuhl - Infrarotfoto Ein Waschbär im Dachstuhl - Infrarotfoto

 

Da Marder und Waschbären zu den Tierarten gehören, die dem Jagdrecht unterliegen, ist es nicht erlaubt, diese Tiere ohne eine entsprechende Jagdausbildung (Jagdschein) zu fangen oder sogar zu töten. 

Erlaubt sind nur Vergrämungs- und Aussperrungsmethoden. Es muss jedoch im Berliner Raum eine gesetzlich vorgeschriebene Schonzeit von 1. Februar bis 30. September eingehalten werden.

Die Vertreibung aus dem Dachstuhlbereich von Gebäuden kann dann durch Einsatz von speziellen Mitteln mit repellierender Wirkung erfolgen, die frei verkäuflich sind.

Die Tiere empfinden den Geruch der Mittel (für den Menschen nicht gefährlich) als sehr unangenehm und meiden daraufhin „ihr“ Haus.

 

Um bauliche Mängel, bzw. Zulaufwege (dicht stehende Bäume und Sträucher am Haus, Fallrohre, Einschlupflöcher usw.) schnell und sicher ausfindig zu machen, können zum Beispiel bewegungsauslösende Videokameras (unter Beachtung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts) eingesetzt werden.

Durch bauliche Zusatzmaßnahmen, wie Regenrinnen- und Fallrohrabwehrgürtel, Einsatz von engmaschigen Gittern vor Einschlupfmöglichkeiten, sowie die lückenlose Verkleidung des Dachkastenbereichs wird eine Ansiedlung verhindert.

Bei dem Verschließen von Einschlupfstellen ist aber zu beachten, dass keine Tiere eingesperrt werden (Videoüberwachung, Geräuschkontrolle)!

Weiter ist die Montage von Stromimpulssystemen nach dem „Weidezaunprinzip“ möglich. Beim Kontakt bekommen die Tiere einen unangenehmen, aber harmlosen Stromimpuls, der sie ohne Gewöhnungseffekt vertreibt.

Viele Dachdeckerfirmen kennen die Probleme und können fachmännisch unterstützend Abhilfe schaffen.

Im Bereich von Kraftfahrzeugen gibt es ähnliche Möglichkeiten, damit sich der Marder nicht wohlfühlt und vertrieben wird.

 

MIBABS Schädlingsbekämpfung Daniel Krämer

Alt-Buch 72
13125 Berlin


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Quellenangabe für verwendete Bilder und Grafiken:

© MIBABS Daniel Krämer

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