Haustaube - Columba livia domestica

Haustaube

Größe: bis 34 cm

Weitere umgangssprachliche Namen: Taube, Stadttaube, Straßentaube, Ratten der Lüfte

Namen in anderen Sprachen: feral pigeon, domestic pigeon, columbidae, colúmbidas, gołębiowate, golubinyye, güvercin, hamamiat

 

Hier die Inhaltsangabe folgender Abschnitte:

  1. Vorkommen
  2. Entwicklung
  3. Schadwirkung
  4. Vorbeugung
  5. Vorbemerkung zur Bekämpfung
  6. Checkliste zur Bekämpfung

Vorkommen

Die bei uns auftretende Stadttaube (Columbia livia) ist ein Abkömmling der Felsentaube und nisten daher in Felsenlandschaften. Somit bieten unsere Städte als Lebensraum für die Stadttaube ideale Voraussetzungen. Tauben nutzen Gebäude in unterschiedlicher Weise, entweder als Ansitz, um nach Nahrung Ausschau zu halten oder als Nist- und Schlafplatz, wobei sie hier eine große Standorttreue entwickeln. In England werden Tauben inzwischen als „Pestbirds“ (Schädlingsvögel) bezeichnet und in Deutschland hört man hin und wieder die Umschreibung „Ratten der Lüfte“.

Entwicklung

Tauben sind sehr ortstreu und leben in Monogamie, das Nest wird von beiden Geschlechtern meist in der Zeit von März bis August gebaut. Das Gelege besteht aus überwiegend 2 Eiern, die Brutzeit beträgt etwa 17-18 Tage. Im Normalfall werden 2-4 Bruten pro Jahr umgesetzt, die Jungtauben sind nach 30-35 Tagen flugfähig. Die natürliche Nahrung besteht aus diversen Samen von Wild- und Kulturpflanzen, verschiedenen Pflanzensprossen, aber auch Insekten Würmer und Schnecken. Durch die Fütterung des Menschen mit oft nicht natürlichen Nahrungsmitteln, leben Tauben heutzutage überwiegend in Städten.

Schadwirkung

Nistplätze sind zugleich Schlupfwinkel für Parasiten und Ungeziefer, die von hier aus in die Gebäude eindringen können. Krankheiten wie Salmonellen oder die Papageienkrankheit werden durch Tauben verbreitet. Es kommt zu beachtlichen materiellen Schäden die Gesundheitsgefährdung als Problem hinzu. Aus materieller wie hygienischer Sicht werden verwilderte Haustauben zu den Schädlingen gerechnet.

Der Taubenkot, mit seinen aggressiven Eigenschaften, verunstaltet Gebäudefassaden und verursacht sehr hohe Reinigungs- und Renovierungskosten. Taubenkot zerfrisst Mörtel und Fassaden. Die Kotablagerungen sind Brutstätte ganzer Bakterienkolonien. Es werden Fliegen angezogen und Gestank macht sich breit. Die Nester verstopfen Regenrinnen und Abflüsse

Vorbeugung

Zwar kann keine generelle Abhilfe gegen Taubenschwärme geschafft werden, wohl aber können einzelne Gebäude geschützt und die dort angesiedelten Tiere vergrämt (vertrieben) werden.

Vorbemerkung zur Bekämpfung

Zur Vergrämung werden engmaschige Netze, Spikes, Spanndrähte und spezielle E-Anlagen installiert. Vor Beginn der Arbeiten muss das Objekt untersucht werden, ob Brut- oder Nistplätze vorhanden sind. Im Zweifelsfall muss ein Ornithologe eingeschaltet werden.

Checkliste zur Bekämpfung

Die MIB-Info - Tauben

Ihr Daniel Krämer