Sächsische Wespe - Dolichovespula saxonica

Sächsische Wespe Sächsische Wespe, Nest Größe: Arbeiterinnen bis 14 mm, Drohnen bis 15 mm, Königin bis 18 mm

 

Weitere umgangssprachliche Namen: Dachbodenwespe, Verwechslung mit Bienen

Namen in anderen Sprachen: Saxon wasp, guêpe saxonne, avispa Saxon, Osa saksońska, Osa saksonskaya, Sakson arısı, zanburat

 

Hier die Inhaltsangabe folgender Abschnitte:

  1. Vorkommen
  2. Entwicklung
  3. Schadwirkung
  4. Vorbeugung
  5. Vorbemerkung zur Bekämpfung
  6. Checkliste zur Bekämpfung

Vorkommen

Frühjahr bis frühen Herbst, ein sogenannter Freinister: Freihängende Nester an vor Wind und Regen geschützten Stellen in und an Gebäuden wie Dachböden, Schuppen, Dachvorsprünge oder unter Balkone.

Entwicklung

Eine nicht mehr zu oft anzutreffende Wespenart mit Nestgrößen von 100 bis 300 Tieren. Die Arbeiterinnen ernähren sie sich vorrangig von Blütennektar, Baumsäften und dem Honigtau von Blattläusen, andere Insekten werden für die Aufzucht der Brut gejagt. Die befruchtete Königin überwintert vor Frost geschützt versteckt in der Natur und legt im Frühjahr die ersten Eier, aus denen Arbeiterinnen schlüpfen. Die Arbeiterinnen übernehmen anschließend die Brutpflege. Im Sommer schlüpfen aus den Puppen junge Königinnen und Männchen, die sich paaren. Die jungen Königen verlassen das Nest und suchen sich Überwinterungsplätze. Die alte Königin und das Nestvolk sterben im frühen Herbst ab.

Schadwirkung

Diese Wespenart ist eine friedfertige Art, die sich nur bei Störungen in unmittelbarer Nähe verteidigt. Es kann zu Angstzuständen und Auslösen von allergischen Reaktionen nach Stichen beim Menschen kommen.

Vorbeugung

Durch aufmerksame Beobachtung des Ein- und Ausflugs einer Jungkönigin im Frühjahr können rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden, bevor sich ein Volk bildet. Hat sich bereits ein Volk angesiedelt, sollte man vorsichtig mit Erschütterungen und Störungen sein.

Vorbemerkung zur Bekämpfung

Eine Umsiedlung des Wespenvolks kann sinnvoll sein, eine notwendige Bekämpfung erfolgt in der Regel mit dem Einsatz von Bioziden, je nach Situation und Befallsstärke im Sprüh- oder Stäubeverfahren mit entsprechender Schutzausrüstung.

Checkliste zur Bekämpfung

Die MIB-Info - Wespen, Hornissen, Bienen

Ihr Daniel Krämer