Mittlere Wespe - Dolichovespula media

Mittlere Wespe  Mittlere Wespe, Nest Größe: Arbeiterinnen bis 19 mm, Drohnen bis 19 mm, Königin bis 22 mm

 

Weitere umgangssprachliche Namen: Kleine Hornisse, Verwechslung mit Bienen

Namen in anderen Sprachen: median wasp, guêpe, avispa, Osa średnia, Osa srednyaya, yaban arısı, zanburat

 

Hier die Inhaltsangabe folgender Abschnitte:

  1. Vorkommen
  2. Entwicklung
  3. Schadwirkung
  4. Vorbeugung
  5. Vorbemerkung zur Bekämpfung
  6. Checkliste zur Bekämpfung

Vorkommen

Frühjahr bis frühen Herbst, ein sogenannter Freinister: Freihängende, regenresistente Nester in Hecken, Büchen, Bäumen oder an Gebäuden bei Fensternischen, Dachvorsprüngen oder unter Balkonen. Die Bänderung des Hinterleibs varriert von stark gelb bis fast schwarz.

Entwicklung

Seit 2014 drittgrösste Art in Deutschland (nach der sich neuangesiedelten "Asiatischen Hornisse") mit Nestgrößen von 150 bis 350 Tieren. Die Arbeiterinnen ernähren sie sich vorrangig von Blütennektar, Baumsäften und dem Honigtau von Blattläusen, andere Insekten werden für die Aufzucht der Brut gejagt. Die befruchtete Königin überwintert vor Frost geschützt versteckt in der Natur und legt im Frühjahr die ersten Eier, aus denen Arbeiterinnen schlüpfen. Die Arbeiterinnen übernehmen anschließend die Brutpflege. Im Sommer schlüpfen aus den Puppen junge Königinnen und Männchen, die sich paaren. Die jungen Königen verlassen das Nest und suchen sich Überwinterungsplätze. Die alte Königin und das Nestvolk sterben im frühen Herbst ab.

Schadwirkung

Diese Wespenart ist eine friedfertige Art, die oft z.B. erst bei Gartenarbeiten (Rückschnitt) entdeckt wird und sich dann verteidigt. Es kann zu Angstzuständen und Auslösen von allergischen Reaktionen nach Stichen beim Menschen kommen.

Vorbeugung

Durch aufmerksame Beobachtung des Ein- und Ausflugs einer Jungkönigin im Frühjahr können rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden, bevor sich ein Volk bildet. Hat sich bereits ein Volk angesiedelt, sollte man vorsichtig mit Erschütterungen und Störungen sein.

Vorbemerkung zur Bekämpfung

Eine Umsiedlung des Wespenvolks kann sinnvoll sein, eine notwendige Bekämpfung erfolgt in der Regel mit dem Einsatz von Bioziden, je nach Situation und Befallsstärke im Sprüh- oder Stäubeverfahren mit entsprechender Schutzausrüstung.

Checkliste zur Bekämpfung

Die MIB-Info - Wespen, Hornissen, Bienen

Ihr Daniel Krämer