Gemeiner oder gefleckter Pelzkäfer - Attagenus pellio

Pelzkäfer by gailhampshire from Cradley, Malvern, U.K (Fur Beetle. Attagenus pellio. Dermestidae.) [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

 

Größe: bis 5 mm

 

Weitere umgangssprachliche Namen: Kadaverkäfer, Totenkäfer

Namen in anderen Sprachen: fur beetle, carpet beetle, coleoptera, chrząszcze, zhestkokrylyye, kın kanatlılar, khanafis

 

Hier die Inhaltsangabe folgender Abschnitte:

  1. Vorkommen
  2. Entwicklung
  3. Schadwirkung
  4. Vorbeugung
  5. Vorbemerkung zur Bekämpfung
  6. Checkliste zur Bekämpfung

Vorkommen

Ganzjährig in geheizten Räumen, lebt an Orten, wo Getreide, Mehl, Tabak usw. gelagert wird, Larven vermehren sich in Trockenmilch, Wolle, Seide, Polstermöbel, Teppiche, Leder, Pelz, Räucherfleisch.

Entwicklung

Ihre Lebenserwartung liegt zwischen neun Monaten und drei Jahren. Sie werden von Licht angezogen und gelangen so häufig auch in unsere Wohnungen. Hier legen die Weibchen durchschnittlich 50 Eier in Fusseln, Ritzen oder anderen Bereichen ab, die in der Nähe von Nahrungsquellen der Larven liegen. Nach 6 bis 10 Tagen schlüpfen die Larven aus den Eiern - nur sie zerstören Textilien und andere Materialien. Die Larven können sich in einer Vielzahl von tierischen Produkten wie Leder, Wolle, Seide, Federn, Haaren, Trockenfleisch, toten Insekten, aber auch in pflanzlichen Produkten wie Getreideerzeugnissen oder Saatgut entwickeln. Je nach Temperatur dauert das Larvalstadium zwischen 3 Monaten und 2 Jahren. In dieser Zeit häuten sich die Larven bis zu elfmal. Die Verpuppung findet in der letzten Larvenhaut statt. Die Puppenruhe beträgt bis zu 24 Tage. Weibchen legen ca. 50 Eier, nach ca. 10 Tagen schlüpfen die Larven.

Schadwirkung

Die Art gilt als Materialschädling, da die Larven Haushaltswaren, Pflanzen und Tierprodukten zerstören, in denen das Protein Keratin enthalten ist.

Vorbeugung

Teppiche auf glatten fugenlosen Fußböden verlegen, oft saugen und klopfen. Beseitigung von Schmutzteilen hinter den Schränken, Mäusekadaver und -kot unter den Dielen vermeiden. Vermeidung von Abfällen tierischen Ursprungs, bzw. Entsorgung.

Vorbemerkung zur Bekämpfung

Bekämpfung erfolgt in der Regel mit dem Einsatz von Bioziden, je nach Situation und Befallsstärke im Sprüh- und Nebelverfahren.

Checkliste zur Bekämpfung

Die MIB-Info - Insekten und Spinnentiere

Ihr Daniel Krämer